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weekly input: 4. Mose 11,21+22

Die Stelle kam heute in unserer Bibellese dran. In dem zitierten Kapitel geht es um das aus Ägypten ausgezogene Volk Israel, dem die wundersame Ernährung durch das Manna zu einseitig wird. In ihrer Erinnerung werden aus Stoppelfeldern Blumenwiesen und sie phantasieren darüber, wie schön es in Ägypten war, mit all den leckeren Zutaten zum Kochen. Vergessen sind die Zeiten von harter Sklaverei. Gott ist sauer angesichts des undankbaren maulenden Volkes und verspricht Mose, dem Volk Fleisch zu verschaffen, und zwar in einer Menge, dass es ihnen aus den Ohren herauskommt.
 
Interessant finde ich Moses Reaktion darauf. Trotz all der Wunder, den 10 Plagen, dem Zug durch das Rote Meer, der Wolkensäule bei Tag und der Feuersäule bei Nacht, kommt Mose hier doch ein Stirnrunzeln. „Gott, hast Du das mal durchgerechnet? Du weißt schon, dass das gar nicht geht, oder? Sieh mal, 600.000 Leute, in Worten sechshunderttausend! So viel Fleisch gibts ja gar nicht! Ich mein – du bist Gott und kannst alles, aber mal im Ernst – einen Monat lang Fleisch satt? Meinst Du nicht, dass Du dich da übernommen hast?“
 
Oft geht es mir in meinem eigenen Leben ganz genauso wie Mose. Abstrakt und theoretisch bin ich gern bereit, Gott viel zuzutrauen, schließlich ist er Gott. Aber je mehr es ins Konkrete und in die eigene Not geht, je mehr ich mir des Umfangs meines Mangels bewußt bin – desto mehr schwindet seltsamerweise auch oft mein Glaube an ein mächtiges Eingreifen Gottes. Wie Mose frage ich dann auch: „kann es das, was es braucht, überhaupt geben?“ 
 
Letztlich ist die Frage aber nicht, ob es das geben kann – da Gott offenbar herstellen kann, was es nicht gibt. Tonnenweise Wachtelfleisch zum Beispiel und vermutlich auch noch andere Sachen.
 
Achim fürs ÄT

 

Da erwiderte Mose: „Das Volk, zu dem ich gehöre, zählt allein 600000 wehrfähige Männer, und du sagst, dass du ihnen einen ganzen Monat lang Fleisch zu essen geben willst? Können denn so viele Schafe und Rinder für sie geschlachtet werden, dass es für alle genug ist? Oder soll man alle Fische des Meeres für sie fangen?       [4. Mose 11,21+22]

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