Vom ganzen Ertrag deiner Saat sollst du den Zehnten geben, von dem, was Jahr für Jahr auf dem Feld wächst. Bring ihn an den Ort, den Jahwe, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Dort, vor ihm, sollst du von deinem Zehnten essen, von Getreide, Most und Öl, von den Erstgeborenen deiner Rinder, Schafe und Ziegen, damit du es lernst, zu aller Zeit Ehrfurcht vor Jahwe, deinem Gott, zu haben.
5.Mose 14,22f
Das 5.Buch Mose ist bei der Bibellese zu Ende gegangen. Was mich wirklich überrascht hat, waren die Bestimmungen zum Zehnten und zum Opfern. Ich habe es zum ersten Mal bewußt gelesen, dass wir die nicht einfach Gott bringen sollen und dann nichts mehr damit zu tun haben. Sondern Gott will, dass wir den Zehnten und unsere Opfer vor ihn bringen und dann heißt es hier: vor ihm essen.
Übertragen heißt das für mich: was ich Gott bringe ist nicht anonym und betrifft mich nicht weiter, sondern es soll mich als Person dabei einschließen. Zusammen mit Gott soll ich mein Opfer feiern.
Was könnte das konkret heißen? Vielleicht nicht einfach nur spenden, sondern auch Anteil nehmen, sich mit freuen über Erfolge bei Patenkindern, in der Gemeinde, beim Kinderheim in Myanmar und wo auch immer ihr hinspendet. Wir sind da in Gottes Augen nicht Geldabdrücker– offen gesagt ist er auch nicht auf unser Geld angewiesen – sondern wir sind Teilhaber und wir sind Lernende im Ehrfurcht haben vor ihm. Den Zehnten geben segnet – auch uns.
Gesegnete Tage euch!
Heio
