Wöchentlich versorgt uns unser Ältestenteam mit kleinen Inputs und Gedanken, zum:

* kurz Pause machen und Nachdenken
* mit in den Alltag nehmen
* Gesprächsanstoß mit Anderen oder mit Jesus.

Viel Spaß und Segen beim Schmökern

 

06.12.2018: Psalm 73, 25-26
29.11.2018: Unruhig sein heißt, seinen Mittelpunkt suchen (Psalm 42,6)
22.11.2018: Psalm 32,8
13.11.2018: Offenbarung 21,6
06.11.2018: 2.Chronik 18,4
25.10.2018: Jeremia 1,5a
18.10.2018: 2.Korinther 4,17f
11.10.2018: Lukas 18,15-17
04.10.2018: Psalm 3,4

 

06.12.2018: Psalm 73, 25-26

Herr, wenn ich nur dich habe, bedeuten Himmel und Erde mir nichts. Selbst wenn meine Kräfte schwinden und ich umkomme, so bist du, Gott, doch allezeit meine Stärke – ja, du bist alles, was ich brauche!       [Psalm 73, 25-26]

Über diesen Vers bin ich heute Morgen, noch halb verschlafen, in meiner Bibel gestolpert. Er sticht nicht nur heraus, weil er so radikal anders ist als mein alltägliches Denken und Fühlen, sondern auch, weil ich ihn (wahrscheinlich letztes Jahr um diese Zeit) in knallgelb angemalt habe. Gelb, das ist in meiner Bibel die Farbe für Anbetung. Wenn Dinge gesagt oder getan werden, die Gott entsprechen und ihn groß machen. Heute Morgen grüble ich, ob es nicht klüger gewesen wäre, ihn in grün anzumalen. Grün, das ist in meinem System die Farbe für: Das ist ein gutes Verhalten oder eine weise Entscheidung.

Es gibt Überschneidungen. Gutes, grünes Verhalten ehrt Gott und wird zur gelben Anbetung. Ich stecke in einem Farbdilemma. Fast wie im wirklichen Leben.

Ich mag die beiden Verse in Psalm 73. Sie sind etwas, wonach ich mich ausrichten will, weil sie einen Zustand der Geborgenheit, einen Raum des Friedens und des Vertrauens beschreiben: alle Bedürfnisse sind befriedigt, keine Angst kommt noch an mich heran. Ich darf in Papas Armen liegen und einfach nur glücklich sein. Dieser Zustand ist gelb. Der Weg dorthin ist grün. Ich muss mich immer wieder entscheiden es zu wollen, Gott immer wieder die Türen aufmachen und ihn bitten mich so zu verändern, mich so zu beruhigen, dass dieser Vers in meinem Leben wahr wird.

Gelbgrüne Segensgrüße für eure Lieblingszeiten mit Gott
Tine fürs ÄT

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29.11.2018: Unruhig sein heißt, seinen Mittelpunkt suchen

Warum bist du so bedrückt, meine Seele? Warum stöhnst du so verzweifelt? Warte nur zuversichtlich auf Gott! Denn ganz gewiss werde ich ihm noch dafür danken, dass er mir sein Angesicht wieder zuwendet und mir hilft.       [Psalm 42,6]

Unruhig sein heißt, seinen Mittelpunkt suchen

Dieser Satz stand diese Woche in meinem Andachtsbuch. Wie wahr das ist merke ich all zu oft, wenn in meinem Kopf ein Gedankenkarusell läuft und ich versuche verschiedene Aufgaben einzuplanen. Ich komme mir zweitweise auch fast vor wie es im Lied von Tim Bendzko heisst: Ich muss nur kurz die Welt retten. Kein Wunder dass man nicht mehr zur Ruhe kommt wenn man nicht lernt (oder nicht lernen will), dass man seine Aufgaben gliedern muss. Meine Zeit ist knapp bemessen, in der ich mich in Ruhe hinsetze und entscheide was ich tun möchte und was nicht – oder gar frage, was Jesus dazu meint. Und das einfach nur aus dem Grunde, dass ich allen Anfragen ungefiltert erlaube, an meinen Hosenbeinen zu zupfen. Gut für mich, gut für alle um mich herum dass ich die Welt nicht am Laufen halten muss. Wie geht es Dir damit? Willst Du nicht auch ab und an mal stehen bleiben und, wie der Psalmschreiber, dein überschäumendes Innenleben fragen:

Warum bist du so bedrückt, meine Seele? Warum stöhnst du so verzweifelt? Warte nur zuversichtlich auf Gott! Denn ganz gewiss werde ich ihm noch dafür danken, dass er mir sein Angesicht wieder zuwendet und mir hilft.

Ich wünsche Dir, dass Gottes Segen und vor allem sein Frieden wieder in deinem Herzen einziehen.
Achim

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22.11.2018: Psalm 32,8

Du hast zu mir gesagt: »Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst. Ich will dich beraten und immer meinen Blick auf dich richten.«       [Psalm 32,8]

Was ist das für ein Gefühl, wenn der Blick von jemandem auf einem ruht? Kommt ein wenig darauf an, wer da schaut. Von Unbehagen über genervt sein bis hin zu Glücksgefühlen und Ruhe ist da so ziemlich alles möglich. Psalm 32 liest sich wie eine typische Eltern-Kind-Beziehung zwischen David (stellvertretend für uns alle) und Gott. Wie mies es sich anfühlt, wenn man als Kind was ausgefressen hat; wie erleichtert man ist, wenn man es beichtet und in die Arme genommen und beschützt wird. Und was es für ein Privileg ist, wenn der Vater nicht sagt: „Ach, mach doch was du willst.“, sondern sich zu seinem Kind stellt und in Erziehung und Beratung investiert. Der aufmerksame Blick Gottes ist keine bösartige Kontrolle, so wie es allzu oft ausgelegt wurde. Es ist der beschützende Blick eines Vaters, unter dem wir zuversichtlich das Potential entfalten dürfen, das er in uns hinein gelegt hat.

Eure Tine fürs ÄT

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13.11.2018: Offenbarung 21,6

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des Lebens umsonst.       [Offenbarung 21,6]

Ich war vor nicht allzu langer Zeit auf einem Seminar, bei dem es um das Thema Sehnsucht ging. Es gab vieles was mich angesprochen hat und ein wenig möchte ich mit euch teilen.

Eine der ersten Fragen war (quasi noch bevor ich mich gemütlich zurücklehnen und mich berieseln lassen konnte):

Wonach sehnst du dich? Wonach hast du ein starkes, inniges vielleicht sogar schmerzhaftes Verlangen? Ich konnte im ersten Moment keine konkrete Antwort geben… Ich hoffe es geht dir anders, aber vielleicht geht es manchen ähnlich. Wir sind so voll von Alltag und dem was einfach gemacht werden muss, dass wir unser Herz/unseren Durst gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Gott muss uns erst wieder auf diesen Durst, diese tiefe Sehnsucht, aufmerksam machen. Wir dürfen lernen auf unsere Sehnsucht zu hören; unsere Herzenswünsche wahrzunehmen und ernst zu nehmen!

Versuch zu spüren was möchte mein Herz wirklich? Und bewerte deine Sehnsucht nicht! Oft verurteilen wir Wünsche und Bedürfnisse und denken, dass sollten wir nicht haben. Ein Beispiel ist der Wunsch etwas bewirken zu wollen, etwas zu verändern, etwas Großes zu leisten. Es passiert schnell, dass man das mit Arroganz oder Stolz verbindet… aber eigentlich ist es ein Grundbedürfnis. Gott hat uns alle berufen Frucht zu bringen.

Gott möchte unsere Sehnsucht stillen! Er will den Durstigen zu trinken geben!
Wo bist du durstig? Gehst du zur Quelle und lässt dir Wasser geben?

Ich wünsche uns, dass wir unseren Durst wieder neu entdecken und ihn stillen lassen, von dem der das Wasser des Lebens hat! Und ich bin gespannt was passiert, wenn wir wieder mit IHM träumen.

Seid gesegnet,
Ruth fürs ÄT

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06.11.2018: 2.Chronik 18,4

Frage doch zuerst nach dem Wort des HERRN       [2.Chronik 18,4]

Joschafat hat diesen Satz gesagt. Als König über Juda wurde er eingeladen von seinem Amtskollegen aus Israel – der feierte extra für ihn eine große Party und lud ihn ein, mit ihm zusammen eine Stadt zu erobern.

Derart umschmeichelt sagt Joschafat spontan ja.

Doch als es konkret wird bekommt er ein komisches Gefühl und sagt: bevor wir losziehen… frage doch zuerst nach dem Wort des HERRN!

Als Ahab, der König von Israel seine 400 Propheten antanzen lässt und alle begeistert seine Pläne unterstützen (Zitat aus der Volksbibel: „einer von ihnen, Zidkija,… hatte sich ein Trikot von Bayern München angezogen und schrie die ganze Zeit rum: Ha!ha! So wie Bayern München eine Meisterschaft nach der nächsten abräumt, werden Sie auch die Syrer komplett plattmachen“

400 Propheten mit einer einhelligen Meinung – geht´s noch klarer? Und wieder scheint Joschafat ein Gespür für das Echte zu entwickeln… er fragt: gibt es keine echten Propheten mehr in Israel?

Auch wir haben ständig viele Stimmen in uns und um uns herum… so viel wird da geschrieen… und wir ahnen und manchmal wissen wir es auch, dass viele Stimmen daneben sind.

Wie konnte Joschafat gegen alle Schmeichelei von Ahab, gegen alle Logik (2 Königreiche gegen 1 Stadt dürften wirklich kein Problem sein!) und gegen die überwältigende religiöse Unterstützung dieses geistliche Gefühl bewahren, dass hier was nicht stimmt?

Ich wünsche mir diese Tiefe der Gottesbeziehung wie Joschafat sie gehabt haben muss. Es heisst über ihn: „er suchte nicht die Baals-Götzen, sondern er suchte den Gott seines Vaters und lebte in seinen Geboten“ (17,3f)

Möge Gott uns segnen damit, dass wir so manche Stimme von uns weisen und uns hinwenden um die Stimme unseres guten Hirten mehr und besser kennenzulernen!

Segen euch allen!
Heio für´s ÄT

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25.10.2018: Jeremia 1,5a

Ich kannte dich, ehe denn ich dich im Mutterleibe bereitete.       [Jeremia 1,5a]

Gerade lese ich Jeremia. Er heißt auch der weinende Prophet, weil es ihm wirklich schwer fiel, all die schlimmen Botschaften an sein Volk zu übermitteln. Ein Volk, das von Gott schon lange nichts mehr wissen wollte und nun auf die Katastrophe des Exils zuschlitterte. Sonderlich nett wurde Jeremia auch nicht von seinen Geschwistern behandelt, am Schluss warfen sie ihn in eine Zisterne, wo er im Schlamm versank und gerade noch rechtzeitig gerettet werden konnte.

Jeremia ist von seiner Persönlichkeit her eher sensibel. Wo andere Propheten ihren Dienst knallhart durchgezogen haben, leidet er, fragt immer wieder nach dem Warum, klagt vor Gott mal voller Mitleid mit seinem Volk, mal voller Wut auf diese Menschen.

Jeremia zeigt mir, dass Gott mit unseren Emotionen sehr gut umgehen kann. Vor Gott dürfen wir so kommen wie wir sind, dürfen weinen, schreien, anklagen oder uns freuen, tanzen, jubeln. Gott kommt mit beidem klar. Ich glaube es fällt ihm deutlich schwerer mit vorgespielter Frömmigkeit umzugehen, als mit echten Emotionen. Das muss ich mir selbst immer wieder sagen. Gott kennt mich durch und durch. Wenn ich etwas vorspiele, dann nur mir selbst. Also lieber gleich ungefiltert mit allem zu Jesus rennen und dann gemeinsam mit ihm sortieren. Er weiß was zu tun ist.

Tine

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18.10.2018: 2.Korinther 4,17f

Denn die Nöte, die wir jetzt durchmachen, sind nur eine kleine Last und gehen bald vorüber, und sie bringen uns etwas, was von unvergleichlich viel größerem Gewicht ist: eine unvorstellbare und alles überragende Herrlichkeit, die nie vergeht.
Wir richten unseren Blick nämlich nicht auf das, was wir sehen, sondern auf das, was ´jetzt noch` unsichtbar ist. Denn das Sichtbare ist vergänglich, aber das Unsichtbare ist ewig.       [2.Korinther 4,17f]

Immer wieder erleben wir unschöne Dinge in unserem Leben. Und wir versuchen dagegen vorzugehen. Man kann auch einiges machen und bewirken:

Ein Gespräch mit einem beleidigenden Kollegen, ein Arztbesuch bei einem körperlichen Leiden, ein Urlaub gegen den Stress und ein Sparprogramm gegen die Schulden, Gebete gegen inneres Chaos.

Vieles kommt so wieder in gute Bahnen und das ist schön.

Alles nicht. Es gibt auch die Dinge die immer noch nicht, immer noch nicht und immer noch nicht gut sind. Ja, vielleicht kommt das noch – diese Hoffnung dürfen wir aufrecht halten.

Aber auch da wo es nicht wieder gut wird bis an unser Lebensende haben wir einen Trost, der von Gott selber kommt:

in seiner Ewigkeit werden wir vollkommenen Frieden haben. Mit unserem kompletten Leben. Und nicht nur Frieden, sondern unfassbare Freude, überragende Herrlichkeit!

Darauf zu vertrauen in guten und in schweren Zeiten – das wünsche ich uns von Herzen!
Euer Heio für´s ÄT

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11.10.2018: Lukas 18,15-17

Es wurden auch kleine Kinder zu Jesus gebracht; er sollte sie segnen. Aber die Jünger sahen das nicht gern und wiesen sie barsch ab. Ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht wie ein Kind annimmt, wird nicht hineinkommen.       [Lukas 18,15-17]

Wie nimmt man denn an wie ein Kind? Ich finde es interessant das wir im Deutschen in den Begriffen kindlich und kindisch unterscheiden. Kindisch beschreibt den Umstand, dass man die Möglichkeit zu Wachstum und Reife nicht wahrnimmt sondern sich lieber zurücklehnt und in einem unreifen Verhalten beharrt. Das Jesus das nicht gemeint haben kann macht Paulus in 1. Korinther 14,20 mehr als deutlich.

Geschwister, seid doch nicht wie Kinder, wenn es darum geht, diese Dinge zu beurteilen! Wie Kinder sollt ihr nur in Bezug auf das Böse sein; in eurem Urteilsvermögen erweist euch als erwachsene Menschen!

Zu kindischem Verhalten ist daher nur fähig, wer von seiner Entwicklung eigentlich schon weiter sein sollte. Und das ist in der Regel ein Problem von den Reifen und Erwachsenen. Denn wenn man Kinder fragt, dann wollen die in der Regel eines: Groß werden. Denn sie haben eine sehr viel klarere Erkenntnis davon, wie gering ihre Kraft ist, wie sehr sie von Ihren Eltern abhängig sind. Daher bricht ihnen auch kein Zacken aus der Krone, wenn Sie Ihre Eltern um alles Bitten und sich in allen Fragen an sie wenden. Sie schämen sich ihrer Schwäche nicht. Und wie sieht es bei Dir und deinem himmlischen Vater aus? Bekommst Du den Spagat hin, reifer und erwachsener im Glauben zu werden, und trotzdem nicht zu vergessen, dass wir trotz allem Wachstum nicht so erwachsen werden, dass wir aus dem Vaterhaus ausziehen und auf eigenen Beinen stehen werden? Denn in unserem körperlichen Wachstum kommt für jeden die Zeit, in der er einmal kein Kind mehr ist. Zwischen uns und Gott aber wird sich der Umstand, dass wir sein Kinder und er unser Gott ist, nicht ändern. Zum Glück.

Mit freundlichen Grüßen
Achim für´s ÄT

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04.10.2018: Psalm 3,4

Aber du, HERR, bist ein Schild um mich, du bist meine Herrlichkeit und der mein Haupt emporhebt. [Psalm 3,4]

Wenn man durch die Stadt läuft, dann sieht man viele Menschen, die den Kopf hängen lassen und angespannt oder traurig wirken. Vermutlich laufe ich auch oft so durch die Straßen, entweder weil ich konzentriert bin oder, weil mich tatsächlich etwas bedrückt…

Ich möchte euch mit dem Vers ermutigen. Christus lebt in dir! mit SEINER Herrlichkeit! Wir dürfen unsern Kopf heben und dem Leben mit allen Facetten ins Auge blicken. Denn ER ist unser Schild!

Also: Kopf hoch! … und wer weiß, vielleicht ist das ansteckend bzw. gebraucht Gott dich um andere Häupter emporzuheben!

Ruth für´s ÄT

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